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01.08.2019

Durmersheim - seine Natur und Landschaft

 

Minister Peter Hauk eröffnet die Modellregion in Durmersheim:
Die "Allianz für Niederwild!" schafft vielfältige Lebensräume für Feldhase, Fasan und Co.

Bürgermeister Andreas Augustin konnte am Donnerstag, 25. Juli 2019 an der Bärentriewerhütte zahlreiche Gäste bei der Eröffnung der Modellregion "Allianz für Niederwild" begrüßen.

In seiner Begrüßung sprach Bürgermeister Augustin von einem Vorzeigeprojekt, welches die Unterstützung aller benötigt. "Wenn alle Beteiligten, die Jagdpächter, die Landwirte, der Hegeverein und die Gemeinde an einem Strang ziehen dann kann man viel erreichen. Letzten endlich hängt alles am Menschen. Mit Wolfgang Klett haben wir einen Motor und engagierten Jagdpächter für das Niederwild", so Bürgermeister Augustin.


"Mit der Allianz für Niederwild begeht Baden-Württemberg einen erfolgreichen Weg, wenn es darum geht, die Artenvielfalt gemeinsam mit den Landwirten und der Jägerschaft zu fördern. In der Modellregion Durmersheim werden bewährte und neue Biodiversitätsmaßnahmen unter agrarökonomischen und wildtierökologischen Aspekten entwickelt und umgesetzt. Niederwildarten, wie Feldhase oder Fasan stehen dabei stellvertretend für zahlreiche andere Arten. Geht es dem Feldhase oder Fasan gut, profitieren auch Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche Feldvogelarten", sagte der Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk MdL. Bei der Begehung der Modellflächen wurde deutlich, dass mehrere Faktoren zusammenspielen müssen, damit die Biodiversität in der offenen Landschaft gesteigert werden kann. Effektive Agrarumweltmaßnahmen und eine solide fachpraktische Beratung der Akteure vor Ort sind notwendig, um der Tierwelt ganzjährig attraktive Lebensräume anzubieten.

 

"Zahlreiche ein- und mehrjährige Blühflächen wurden gemeinsam mit den örtlichen Landwirten geschaffen. Über 20 ha Blühflächen sind in der Region entstanden und fungieren im Sommer wie Winter als Biodiversitätsmotor für Niederwild, Feldvögel und die Insektenwelt", erklärte der Minister. Die örtliche Jägerschaft trägt durch eine intensive Bejagung von Fuchs und Co wesentlich zum Erfolg des Projektes bei, da hiervon Bodenbrüter und Feldhasen profitieren. Außerdem wird das Projekt eng durch die Wildforschungsstelle Aulendorf und den Landesjagdverband wissenschaftlich betreut.
"Mit der Förderung aus dem Sonderprogramm "Biologische Vielfalt" der Landesregierung schaffen wir die Voraussetzung, neue Wege in der Agrarförderung zu gehen. Dieses Erfolgsmodell wollen wir auch in den nächsten Jahren fortführen", betonte Minister Hauk. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann und der Leiter der Wildforschungsstelle Dr. Janosch Arnold sind sich indessen einig, dass mit der Unterstützung des Landes die biologische Vielfalt im Agrarraum weiter gestärkt werden kann - die Akteure auf der Fläche seien bereit.

 

 

 

Hintergrundinformationen zum Modellprojekt Die "Allianz für Niederwild" ist ein Kooperationsprojekt der Wildforschungsstelle des Landes am Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württembergs und des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg. Die Allianz bildet ein breites Bündnis von Landwirten, Jägern, Kommunen, Naturschützern, Grundeigentümern, Behörden und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Neben den Modellregionen, in denen die Maßnahmen umgesetzt und erprobt werden, wurden bisher folgende Meilensteine erreicht: Ein gemeinsames Leitbild, zu dem sich die verschiedenen Verbände bekennen, die Etablierung der neuen Fördermaßnahme "Lebensräume für Niederwild" (E7 -Blüh-, Brut- und Rückzugsflächen) im Landesprogramm FAKT, sowie zahlreiche Lokalprojekte, die initiiert wurden und beratend und unterstützt werden.