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09.10.2019

Stechmückensituation am Oberrhein

 

 

 

Stechmückenbekämpfung
Auswertung der Fragebogenaktion der KABS

 

Seit vielen Jahren führt die KABS -Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage e.V. für die Gemeinde Durmersheim erfolgreich die Stechmückenbekämpfung durch.

Bedauerlicherweise sind in diesem Frühjahr während der Bekämpfung die beiden Hubschrauber der KABS unfallbedingt ausgefallen, sodass anders als sonst auch in den Ortschaften mit einem deutlich erhöhten Stechmückenbefall gerechnet werden musste. Angesichts möglicher Plagen wurde der KABS nun vereinzelt Panikmache unterstellt, sie würde Ängste schüren, Stimmung machen und ökologische Aspekte bei der Bekämpfung zu wenig beachten.


Vor diesem Hintergrund wollte die KABS die persönliche Meinung der Bevölkerung zur momentanen Stechmückensituation vor Ort und zur Arbeit der KABS im Allgemeinen erfahren. Denn über die Belästigung durch Stechmücken können am besten die davon täglich Betroffenen Auskunft geben. Dazu wurde Ende Juni den Amtsblättern der Mitgliedsgemeinden ein schriftlicher Fragebogen beigefügt. Einige Gemeinden haben den Fragebogen auch online gestellt.


An dieser Stelle möchten die KABS sich ganz herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die den Fragebogen beantwortet haben. Es wurde nicht erwartet, dass der Rücklauf so groß würde: Insgesamt hat die KABS fast 12.000 Fragebögen zurückbekommen, über ein Drittel davon mit persönlichen Anmerkungen. Deshalb sollte auch niemand böse sein, wenn auf manchen sehr ausführlichen und durchdachten Text nicht im Einzelnen eingangen werden konnte.


Nur noch ein kurzes Wort zum Hubschrauberausfall: Die Maschinen sind mit einer GPS-gestützten Sprüheinrichtung versehen, die das Granulat automatisch beim Überfliegen der Brutgebiete ausbringt. Solche Maschinen lassen sich nicht kurzfristig ersetzen, sondern müssen zeitaufwendig nachgerüstet bzw. neu erworben werden. So kam der Totalausfall nach der Havarie zustande. Die KABS hofft und wird ihr Bestes geben, dass die Bekämpfung im nächsten Jahr wieder so ausfällt, wie Sie alle es sich wünschen und auch erwarten können!


Hier nun die Ergebnisse der Befragung in Durmersheim:
87 Personen, davon 53 Frauen und 34 Männer, haben den Fragebogen vollständig beantwortet (fehlende zu 100 % sind ohne Angabe bei der jeweiligen Frage).

88 % der Teilnehmer wohnen schon länger als 10 Jahre am Ort, 17 % länger als 40 Jahre, also schon vor Beginn der Bekämpfung durch die KABS.
Das bedeutet, dass im Verhältnis mehr Frauen als Männer an der Befragung teilgenommen haben, darunter auch einige Teilnehmer, die die Stechmückensituation vor Ort schon seit langem kennen.

97 % aller Befragungsteilnehmer (84 Personen) halten die Stechmückenbekämpfung für sehr wichtig, zwei Personen halten sie für eher wichtig und eine Person hält sie für eher unwichtig.

Sehr empfindlich auf Stechmücken reagieren 85 % aller Teilnehmer (74 Pers.). 14 % (12 Pers.) reagieren nicht sehr empfindlich und eine Person reagiert kaum.

91 % der Teilnehmenden (79 Pers.) fühlten sich in den letzten Wochen durch die Stechmücken stark belästigt. Etwa 7 % fühlten sich gering belästigt (6 Pers.), zwei Personen registrierten keine Belästigung.

Für deutlich über 90 % der 87 Teilnehmer verbessert die Stechmückenbekämpfung ihr persönliches Wohlbefinden (97 %), ihre Wohnsituation (94 %) und ihre Freizeitaktivitäten (94%).

Etwa die Hälfte der Teilnehmenden (44 Pers.) sind der Meinung, die KABS kümmere sich genügend um ökologische Aspekte der Bekämpfung, 17 % (15 Pers.) finden, die KABS sollte sich noch mehr darum kümmern, und 32 % (28 Pers.) meinen, sie könnten das nicht beurteilen.

38 Teilnehmer von insgesamt 87 (44 %) haben zusätzlich persönliche Anmerkungen gemacht. Aufgezählt werden im Folgenden nur die am häufigsten geäußerten incl. Mehrfachnennungen.


In zwei Drittel der Anmerkungen wurde beklagt, dass in diesem Jahr die Belästigung durch Stechmücken besonders schlimm sei und sich negativ auf viele Bereiche des täglichen Lebens auswirke, vereinzelt wurden auch allergische Reaktionen ausgelöst. Es wurde auch bemängelt, dass für die ausgefallenen Helikopter nicht umgehend Ersatz beschafft wurde.


In 53 % der Bemerkungen wurde der KABS für ihre Arbeit gedankt und bekräftigt, wie wichtig die Bekämpfung für die Bevölkerung sei. Die KABS wurde zum Weitermachen aufgefordert, da die Bekämpfung nach Ansicht der Betroffenen alternativlos sei und die Lebens-, Wohn- und Freizeitqualität deutlich erhöhe.