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30.03.2020

Dritter Bürgerbrief von Herrn Bürgermeister Augustin

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

seit dem 17.März wurde unser gesellschaftliches Leben durch die notwendigen Maßnahmen der Verordnung „Infektionsschützender Maßnahmen“ des Landes Baden-Württemberg im großen Umfang begrenzt. Zunächst wurden Schulen und Kitas geschlossen und das wirtschaftliche Leben stark eingeschränkt.

 

Seit dem 22.03.2020 haben wir in Baden-Württemberg das Kontaktverbot. So dürfen sich im öffentlichen Raum nur max. 2 Personen aufhalten. Auch sollten wir das Haus nur in dringenden Fällen verlassen:

  • Wenn wir zur Arbeit gehen.
  • Wenn wir zum Einkaufen gehen.
  • Wenn wir zur Bewegung an der frischen Luft sind.
  • Wenn wir zum Arzt oder zur Apotheke gehen.

 

Viele unserer Bürgerinnen und Bürger haben den Wunsch nach einem normalen Leben. Der Frühling ist jetzt mit seinen vielen Sonnenstunden spürbar und doch darf man nicht hinausgehen und Freunde und Bekannte treffen. In Deutschland aber auch in Durmersheim hält man sich an diese Vorgaben. An den Supermarktkassen bilden sich lange Schlangen, eben weil die Abstände zwischen den Kunden einzuhalten sind. Auf der Hardt sind am Wochenende viele Spaziergänger zu sehen. Auch diese halten die Mindestabstände von 1,5 Meter beim Begegnen ein. In vielen persönlichen Fahrten durch Durmersheim, aber auch durch Kontrollen unseres Ordnungsamtes wurde dies bestätigt. Dafür danke ich Ihnen herzlich, dass Sie in dieser Krisenzeit verantwortungsvoll Denken und Handeln. Nur GEMEINSAM können wir die Ausbreitung des Coronaviruses verhindern, so dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird. GEMEINSAM sind wir stark im Handeln und GEMEINSAM stehen wir dies durch.

 

Gelegentlich erreichen uns Fragen: Wie ist denn der Sachstand in Durmersheim? Wie viele Personen im Ort sind an Corona erkrankt? Heute, am 30.3.2020, sind in Durmersheim 13 Fälle bekannt. Schon seit einigen Tagen haben wir entsprechende Auswertungen und Grafiken vorbereitet. Diese wurden bisher auf unserer Internetseite nicht veröffentlicht, weil wir in Sorge waren, dass diese Zahlen für Aussagen benutzt werden wie beispielsweise „So schlimm ist es doch gar nicht“. Des Weiteren wollen wir auch die allgemeine Angststimmung nicht noch unnötig anheizen. Sie, als Durmersheimer Bürgerinnen und Bürger können sich täglich über unsere Homepage über die aktuelle Lage informieren sowie wöchentlich über den Gemeindeanzeiger. Auch die Druckerei Dürrschnabel, die unser Amtsblatt verlegt, hat sich entschlossen, ihr E-Abo in den kommenden zwei Wochen für die Öffentlichkeit freizuschalten, um den hohen Informationsbedarf seitens der Bevölkerung nachzukommen. So besteht für Sie auch die Möglichkeit, sich über den aktuellen Sachstand der anderen Kommunen zu informieren.

 

Mit seiner Anzahl an bestätigten Infektionen steht Durmersheim im Vergleich zu anderen Kommunen vergleichsweise gut da. Aber dies darf nicht dazu führen, dass wir mit unseren Vorsorgemaßnahmen nachlassen. Bitte beachten Sie die Poster im Ort mit allen Hinweisen. Diese Hinweise sind ernst zu nehmen: Halten Sie Abstand, waschen Sie die Hände und bleiben Sie zu Hause, wenn sie können.

 

Aber kann dies auf Dauer so weitergehen? Noch brauchen wir Geduld, die Coronakrise ist noch zu jung, um über den Ausstieg aus der sozialen und wirtschaftlichen Isolation nachzudenken. Aber die Politik reagiert schon auf die heftigen Nebenwirkungen der beschlossenen Maßnahmen. Viele unserer Betriebe, Einzelunternehmen, Selbständige und Freischaffende sorgen sich sehr. Die Umsätze brechen ein, die regelmäßigen Fixausgaben bleiben. Dies ist existenzbedrohend. Die von der Bundes- und Landesregierung aufgespannten Rettungsschirme sollen das Schlimmste verhindern, aber dies können diese Rettungsschirme nur begrenzt leisten. Und diese Sorge schlägt auch auf den Arbeitsmarkt durch. Viele sorgen sich um ihren Arbeitsplatz. Eine wirtschaftliche Rezession, die alle bisherigen der letzten Jahrzehnte übertreffen könnte, zeichnet sich ab.

 

Was man aber auch erkennt: Der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist viel stärker geworden, die wichtigen Dinge im Leben rücken wieder ins Blickfeld. Ehrenamtlich Helfer haben einen Einkaufsdienst für Risikogruppen organisiert, das DRK Hardt versorgt unsere betroffenen Bürgerinnen und Bürger unter Quarantäne. Die Nachbarschaftshilfe, so oft totgesagt, lebt mitten unter uns! Allen, die dies ermöglichen, sage ich im Namen der Gemeinde und des Gemeinderates herzlich: Danke!

 

Und ich möchte Ihnen Mut machen. Jeder Erdenbürger, der auf die Welt kommt weiß von seiner Endlichkeit. Dazwischen liegt unser Leben, ein göttliches Geschenk. Angst, Sorge und Panik verhindern, dass wir leben!

In der jetzigen Coronakrise gilt: Seien Sie vorsichtig! Kümmern Sie sich um sich, um Ihre Liebsten und Ihre Nächsten. Aber ertrinken Sie nicht in Angst.

 

Bleiben Sie gesund! Im Vertrauen auf eine Wendung zum Guten und dass alles vorbei geht verbleibe ich

 

Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr
 
Andreas Augustin
Bürgermeister