Deutschen Bahn - Neues Elektronisches Stellwerk zwischen Forchheim und Durmersheim
Aufstellung des Modulgebäudes erfolgte
diesen Monat - Inbetriebnahme im Oktober 2018
Im Rahmen der
Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel entsteht aktuell das neue
Elektronische Stellwerk (ESTW) Bashaide zwischen Forchheim und
Durmersheim. Mit dem Bau des ESTW kann der Zugverkehr zwischen Karlsruhe
und Bahnhof Durmersheim künftig elektronisch gesteuert werden.
Das Gebäude besteht aus sechs aneinandergereihten Modulen mit einer
Fläche von insgesamt 108 Quadratmetern. Nach dem Aufstellen der fertig
angelieferten Module im Februar 2018, wird das Gebäude mit der
notwendigen Technik ausgestattet und zusätzlich mit Brand- und
Einbruchsmeldeanlagen versehen. Ab dem Abzweig Bashaide südöstlich von
Rheinstetten beginnt die geplante zweigleisige Neubaustrecke, deren
Gleise aus der Bestandstrasse aus gefädelt werden. Damit die Züge nach dem
Stand der Technik die Fahrbahn wechseln können, wird dieses ESTW
benötigt. Aktuell erfolgt die Zugsteuerung über die mechanischen
Stellwerke in Forchheim und Durmersheim. Über diese werden etwa der
Bahnhof Forchheim oder der Bahnübergang Mörsch gesteuert. Das neue ESTW
ersetzt die mechanischen Anlagen und regelt den Betrieb im gesamten
Streckenabschnitt von Karlsruhe bis Bahnhof Durmersheim.
Im Oktober 2018 geht das neue ESTW Bashaide in Betrieb.
Hintergrund Elektronisches
Stellwerk (ESTW) Mit dem Einsatz moderner Leit- und
Sicherungstechnik werden die Betriebsabläufe zunehmend automatisch
gesteuert und überwacht. Das ist nicht nur unter Kostengesichtspunkten
von Vorteil, sondern ermöglicht auch eine verbesserte Auslastung der
Bahnstrecken und eine höhere Qualität der Betriebsführung. Eine zentrale
Rolle spielen dabei die Stellwerke, die die Weichen und Signale
beispielsweise bei der Einfahrt in einen Bahnhof stellen.
ESTW liefern die Basis für einen deutlich höheren Automatisierungsgrad in
der Betriebsführung. Dabei übernehmen Rechner die Einstellung der
Fahrstraßen, wodurch sich Überwachung und Steuerung räumlich
konzentrieren lassen. Die ESTW sind in so genannten Unterzentralen
organisiert, die meist untergeordnete Stellwerke steuern. Entlang der
Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel wird die Unterzentrale in
Rastatt von der Betriebszentrale in Karlsruhe gesteuert, die wiederum an
die bundesweite Zentrale, die Netzleitstelle in Frankfurt, angeschlossen
ist.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter
www.karlsruhe-basel.de.