Das kleine Land Togo ist eine ehemalige deutsche Kolonie und liegt in Westafrika.
Seit 22 Jahren fliegt eine Delegation des Vereins Hilfsaktion Togo/Togoville e. V. in den heißen Tropenstaat. Ziel der diesjährigen Reise war die Kontrolle der Projekte, welche von Spendengeldern finanziert wurden. Das ist zum Beispiel ein Schulneubau in einem Dorf im Hinterland, weit abseits der pulsierenden größeren Orte. Es gibt keine Straßen, keinen Strom, Wasser muss über größere Strecken am Brunnen geholt werden. Da scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Gerade dort ist unsere Hilfe besonders nötig, damit die Kinder wenigstens eine Schulbildung erhalten. Viele Schüler sitzen in den ärmlichen Schulhütten nur auf einem Brett, da es nicht genügend Schulbänke gibt. Bücher und Hefte sind Mangelware.
Dieses Jahr wurde Frau Holveck von 3 Ärzten und 6 Mitglieder des Vereins begleitet.

Im letzen Jahr begann der Gynäkologe Dr. Axel Salfeld aus Ettlingen in einem großen Schulzentrum von Togoville in mehreren Klassen über Hygiene, Geschlechtskrankheiten und Verhütung aufzuklären. Dieses Thema wurde dieses Jahr erweitert und fortgesetzt. Entsprechend der streng konservativen Einstellung der Bevölkerung in Togo wurden Mädchen und Jungs getrennt unterrichtet.
Für die Mädchen waren Sonya Schlander, gebürtige Togolesin wohnhaft in Forchheim, und Rosi Salfeld, Französischlehrerin in der Realschule Durmersheim zuständig.
Zwei junge Männer aus Mörsch, Nikolas und Alexander Karanikolas, die das Projekt "Childhood for Children" gegründet haben, stießen zu unserer Reisegruppe und haben für einige Tage unser Aufklärungsprogramm ergänzt. Durch unsere langjährigen Kontakte haben wir den beiden den Zugang zu den regionalen Gymnasien ermöglicht.
Unsere togoerfahrene Ärztin Dr. Koller-Müller aus Forchheim wurde von der erstmalig mitreisenden Frauenärztin Dr. Annette Dier aus Ettlingen in der Behandlung der Kranken unterstützt. Es sprach sich schnell herum, dass deutsche Mediziner da sind. Viele schwer kranke Menschen haben ihre Hütten verlassen um in unserer Krankenstation kostenlose, qualifizierte Hilfe zu erhalten. Es entstand eine lange Liste von schwer kranken Patienten, deren Behandlungen auch nach unserer Abreise organisiert und finanziert werden soll. Dafür benötigen wir reichlich Spendengelder.
Eine gute Nachricht für die Leser unseres letzten Berichtes. Wir alle sind überglücklich, dass der Oberarm des kleinen Mädchens nicht amputiert werden musste. Das Kind ist aber immer noch in einem kritischen Zustand. Starke Medikamente schwächen den Körper zusätzlich. Sie liegt noch in der Klinik und wird weiter medizinisch betreut und versorgt. Hoffen und beten wir, dass keine weiteren Infektionen dazukommen.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Lepradorfes. Frau Holveck besucht mit ihren Mitreisenden diese "Aussätzigen", wie man sie früher nannte, seit 20 Jahren. Die lange Fahrt ist mühselig, schlechte Straßen, unsichere Autos und viel Verkehr. Jedoch nehmen wir das gerne in Kauf, wenn man diesen von ihrer Krankheit schwer gezeichneten Menschen begegnet. Wir kommen jährlich unangemeldet im Lepradorf an. Wenn die Blechtrommel durchs Dorf schallt, wissen die Kranken, dass Besuch da ist. Sie kommen langsam, gestützt am Stock, einige haben einen klapprigen Rollstuhl. Die Leprakranken, welche nicht mehr gehen können, kommen auf allen Vieren angekrochen. Da nicht genügend Verbandsmaterialien vorhanden sind, haben viele nur einen Plastikbeutel über ihre verstümmelten Glieder gebunden. Ein Anblick, der äußerst bedrückend ist und sehr zu Herzen geht. Alle Behinderten möchten uns sehen und uns begrüßen. Wir bringen Verbandsmaterial, Lebensmittel wie Reis, Spaghetti, Fisch, Öl und Konserven mit. Der Vorsitzende Felix, im Rollstuhl sitzend erzählt, er sei gefallen und hat sich den Beckenknochen gebrochen. Starke Schmerzen plagen ihn. Wir übergaben für die Leprakranken einen größeren Spendenbetrag für wichtige Medikamente und weiteres Verbandszeug.
Die von ihrer Krankheit schwer gezeichneten Menschen, lassen es sich nicht nehmen, voll Freude für uns zu singen und zu trommeln. Sehr emotionale Momente für unsere Reisegruppe. Beim Verlassen dieser Leprakranken , die sich auf das herzlichste für den Besuch und die Zuwendung bedanken, sind wir sehr still und in uns gekehrt. Wir versprechen im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2019, herzlichen Dank für Ihre Hilfe!
Hier die Konten des Vereins: Empfänger Hilfsaktion Togo/Togoville e. V
Raiffeisenbank Südhardt eG, IBAN: DE49 6656 2053 0005 4020 00
BBBank Karlsruhe, IBAN: DE46 6609 0800 0002 7360 71
Kontakt: Monika Holveck Tel. 07245/937918
E-Mail: info@togoville.org, Web: www.togoville.org
Für die Ausstellung der Spendenbescheinigung bitten wir um Ihre Adresse.
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