Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium
Übergabe der Spendengelder des Weihnachtsbasars
Ende
des letzten Jahres wurden beim Weihnachtsbasar eifrig selbstgebastelte
Weihnachtsdekoration, Kaffee und Kuchen verkauft, die Einnahmen davon sollten
für einen guten Zweck gespendet werden.
Am
Montag, 8. April wurden diese nun auch bei einer offiziellen
Spendenübergabe den Organisationen übergeben, wofür Klassen- und Kurssprecher,
Elternvertreterin Frau Nawrath, Schuldirektor Herr Dornblüth und die Vertreter
der drei zu unterstützenden Projekte zusammenkamen. In diesem Jahr gingen wie
auch im vorhergehenden Jahr die gesamten Einnahmen an die Projekte "Togo
Togoville e.V.", "Indischer Regenbogen" und den Förderverein "Sonnenschein" des
Städtischen Klinikums Karlsruhe.
"Das
ist ein Werk von euch, den Schülern und den Eltern", so Herr Dornblüth, als er
die stolze Summe von 4600,00€ verkündete, die an nur einem Nachmittag Ende
letzten Jahres eingenommen wurde. Diese wurde zwischen den drei Projekten
aufgeteilt, wobei den Projekten "Togo Togoville e.V." und "Indischer
Regenbogen" jeweils 1840,00 € und dem Förderverein "Sonnenschein" 920,00 € zugutekommen.
WHG-Erlöse helfen
in Togo, Indien und der Kinderklinik Karlsruhe
In
Form von symbolischen Schecks nahmen Frau Holveck ("Togo Togoville e.V."), Frau
Nowack ("Indischer Regenbogen") und Herr Futter ("Förderverein Sonnenschein")
die Spenden entgegen, nachdem sie zuvor ihre Arbeiten vorgestellt hatten. So
konnten die Schüler sehen, wo ihr gesammeltes Geld in Zukunft eingesetzt wird,
sei es beim Bau von Schulen in Togo, zur Unterstützung indischer Mädchen in
Armut oder zur Gestaltung der Kinderklinik in Karlsruhe.
"Es
ist schön, was in so kurzer Zeit jedes Jahr beim Weihnachtsbasar auf die Beine
gestellt wird", betonte Frau Holveck zu Ende ihres Vortrags und bedankte sich
wie auch Frau Nowack und Herr Futter herzlich bei allen, die zum Erlös des
Geldes beigetragen hatten.
Hanna
Oelze, J1
Klassenzimmer wird zur Bühne: Theaterpädagoge Benedikt Kömp
vom Badischen Staatstheater Karlsruhe leitet Workshop am WHG
Durmersheim
Am
13. März 2019 besuchte der Deutschkurs von Frau Bolle die Faust-Inszenierung am
Badischen Staatstheater Karlsruhe. Benedikt Kömp moderierte die
Einführungsveranstaltung und machte die Schüler mit der Entstehungsgeschichte
des Faust- Stoffes bekannt. Fast sechs Jahrzehnte setzte sich Goethe mit der
Figur des historischen Dr. Johann Faustus auseinander und vollendete sein Werk
erst kurz vor seinem Tod 1832. Kein Theaterregisseur wagte sich zu Lebzeiten
Goethes an die Inszenierung, denn die Herausforderung, "den ganzen Kreis der
Schöpfung" auszuschreiten und "vom Himmel durch die Welt zur Hölle" zu wandeln,
galt als gewaltige bühnentechnische Herausforderung. Der Regisseur am Badischen
Staatstheater orientierte sich an der Stummfilmfassung von Faust und gestaltete
viele Szenen nur durch Körpersprache und Pantomime. Die zentrale Aussage Fausts:
"Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust" bezog der Regisseur nicht nur auf
den Protagonisten Faust, sondern führte exemplarisch vor Augen, dass jeder
Mensch in sich versteckte Leidenschaften, Begierden und Sehnsüchte trägt, die
ihn umtreiben und bewegen. So verwunderte es nicht, dass Gretchen einige von
Mephistos Passagen sprach und somit dem Zuschauer vorführte, dass in ihr
unterdrückte Begierden schlummern, die sie in der engen bürgerlichen Welt nicht
ausleben durfte und konnte. Die Inszenierung gab Anlass zu vielen offenen
Fragen und wir waren gespannt auf den Workshop, der am 9. April am WHG
stattfand.
In
lockerer, entspannter Atmosphäre gelang es Herrn Kömp, der darauf bestand
geduzt zu werden, die Schüler zu aktivieren und sie Gefühle wie Trauer, Angst,
Glück, Scham, Schadenfreude etc. in Standbildern und pantomimischen
Darstellungen auszudrücken und ihren Körper sprechen zu lassen.
90
Minuten verwandelte sich das Klassenzimmer in eine Bühne und die Schüler in
Schauspieler, die in ihrer Rolle voll und ganz aufgingen.
Wir
danken Herrn Kömp für sein großes Engagement und seinen lebendigen Workshop!
Beate Bolle
