Gartentipps der Woche
Weidenzäune errichten
Ersetzen Sie den Drahtzaun im Garten doch einmal durch einen natürlichen Zaun aus Weidenruten. Am besten eignen sich Korbweide oder Purpurweide. Schneiden Sie dazu jetzt junge, fingerdicke Triebe, die sich noch in der Winterruhe befinden, zurecht und bewahren Sie sie bis zum Ende der Frostperiode in gut verschlossenen Plastiktüten an einem kühlen Ort bei wenigen Grad über Null auf. Ab Mitte März können die Ruten 10 bis 15 cm tief in den Boden gesteckt werden. Halten Sie die Erde mäßig feucht, bis sich die Triebe bewurzelt haben.
Tulpenzwiebeln stecken
Bei offenem Boden ist es möglich, im Februar noch Tulpenzwiebeln zu stecken, vorausgesetzt, sie wurden trocken und kühl gelagert. Achten Sie darauf, dass Sie den meist verdickten Zwiebelboden beim Pflanzen nicht beschädigen.
Dahlien- und Gladiolenknollen lüften
Nutzen Sie frostfreie Wintertage, um den Lagerraum mit Dahlien- und Gladiolenknollen zu lüften. Vor allem Dahlienknollen sind bei hoher Luftfeuchtigkeit anfällig für Lagerfäule und Schimmelpilze. Für eine Pflanzung im Freiland ist es allerdings noch viel zu früh.
Knoblauch in Staudenbeeten
Knoblauch in Staudenbeeten sieht nicht nur schön aus, sondern schützt auch vor bestimmten Schädlingen. So vertreibt er Blattläuse und Wurzelälchen und schützt Tulpen und Lilien vor Pilzerkrankungen. Weshalb sollte nicht auch im Staudenbeet Essbares gedeihen? Also schnell noch ein paar Zehen stecken.
Aussaaten für das Frühbeet
Im Frühbeet können Sie jetzt Kresse, Petersilie und Salate säen, um möglichst bald frisches Grün auf dem Teller zu haben.
Aussaat von Dicken Bohnen
Dicke Bohnen bringen den besten Ertrag, wenn sie frühzeitig ausgesät werden. Da die Keimlinge einige Grade Nachtfrost vertragen, kann man die Samen jetzt schon in den Boden legen. Versuchen Sie es doch einmal mit den Sorten Razo, Hedosa oder Con Amore.
Wildbiene des Monats: die Steinhummel
Sie gehört zu den häufigsten Hummelarten in unseren Gärten. Dazu ist sie noch sehr auffällig: Wir erkennen sie leicht an ihrem leuchtend roten Hinterteil, der einen starken Kontrast zu ihrem samtig schwarz behaarten Körper bildet. Die Männchen glänzen zudem mit einer gelben Binde auf dem Rücken. Die Körperform der Steinhummel ist nur wenig schmaler als die der ebenfalls häufigen Dunklen Erdhummel.
Unsere Wildbiene des Monats hat einen kurzen Kopf sowie einen kurzen Rüssel mit einer Länge von etwa 10 Millimetern. Die Hummelkönigin wird mit bis zu 22 Millimetern größer als die 16 Millimeter großen Arbeiterinnen und Drohnen.
Die Steinhummel ist hierzulande weitverbreitet und häufig. Die Königin eines Steinhummelstaates bevorzugt trockene und warme Standorte mit Steppencharakter. Sie nistet an Waldsäumen und Hochwasserdämmen, in Mager- und Fettwiesen, auf Ruderalflächen und auch in naturnahen Gärten sowie auf Parkflächen.
Die Hummelkönigin benötigt reichlich Blütenpollen, bevor sie mit dem Nestbau beginnt. Da sie bereits im März unterwegs ist, nutzt sie früh blühende Pflanzen wie Krokusse, Schneeglöckchen oder Taubnesseln. Nachdem sie sich gestärkt hat, baut sie in einem passenden ober- oder unterirdischen Hohlraum das Nest. Manchmal nutzt sie auch alte Nester. Grundsätzlich nistet sie gerne im Schutz von Steinhaufen und Mauern, in verlassenen Bauten von Kleinsäugern oder in Meisenkästen.
Und so entsteht das Nest: Die Hummelkönigin verwendet Haare, Federn, Moos, Gras oder Dachboden-dämmung aus unseren Häusern, um darin eine Hohlkugel von der Größe eines Tennisballs zu formen. Dort hinein baut sie einen fingerhutförmigen Behälter aus Wachs - den sogenannten "Honigtopf". Diesen befüllt sie mit Nektar. Anschließend fertigt sie eine erbsengroße Kugel aus Blütenpollen und umhüllt sie mit Wachs. Darauf legt sie ein Ei und befruchtet es. Interessant dabei ist, dass die Hummelkönigin bereits im Vorjahr begattet wurde. Ab April schlüpfen die ersten Arbeiterinnen, die nun die nächste Generation wärmen und füttern, ehe auch sie zu Sammelflügen aufbrechen. Die Jungköniginnen und Drohnen des Staates erscheinen ab Juli. Der Hummelstaat der Königin wächst im Sommer auf eine Größe von bis zu 300 Tieren an. Die im Sommer begatteten Jungköniginnen nutzen zur Überwinterung verlassene Erdnester. Nur die Jungköniginnen überdauern den Jahreswechsel. Sie starten im Frühjahr des Folgejahres, um einen neuen Staat zu gründen.
Neben einem geeigneten Nistplatz brauchen die Hummeln vor allem Nektar, Pollen und Honigtau zum Leben. Bei der Wahl ihrer Nahrungspflanzen sind sie anspruchslos. Sie bevorzugen jedoch Hornklee, Weißklee und Taubnesseln. Um Steinhummeln und anderen Bestäubern zu helfen, brauchen wir vor allem heimische Pflanzen und naturnahe Gartenstrukturen in unseren Gärten. Besonders kleine wilde Ecken leisten einen großen Beitrag. Hier finden viele Insekten ihre Winterquartiere, die noch bis ins späte Frühjahr ungestört bleiben sollten.
Ziersträucherschnittkurs am 4. März, 13:30 Uhr
Wir freuen uns, nach sehr langer Zeit, wieder einen Ziersträucherschnittkurs anbieten zu können. Wir laden alle Ziergartenbesitzer und Interessierten am Samstag, 04.03.23, um 13:30 Uhr dazu ein. Geschnitten werden die Ziersträucher rund um die Grundschule Würmersheim. Der Schnittkurs wird in Kooperation mit der Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau des Landratsamts Rastatt durchgeführt.
Der Kurs hat einen gemütlichen Rahmen und das Schöne dabei ist, dass jeder Teilnehmer individuell Fragen stellen kann. Jeder Gartenfreund ist danach in der Lage, seinem Garten eine neue Fasson zu geben. Bringen Sie bitte Ihre Gartenschere und Handschuhe mit.
Im Anschluss laden wir alle Teilnehmenden zu einem kleinen Umtrunk und Brezeln ein. Anmeldungen und Informationen bekommen alle Wissbegierigen von Christoph Schlager unter 0172/305 27 97.