Realschule Durmersheim
Kai Whittaker zu Besuch an der Realschule Durmersheim
Vergangenen Mittwoch kam der Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker bei uns vorbei, um zwei neunten Klassen zu all ihren Fragen Rede und Antwort zu stehen.
Zu Beginn stellte er sich vor und erzählte einiges über sich.
Danach ging es los, und er forderte die Schüler auf Fragen zu stellen. Eine der ersten Fragen bezog sich auf seine Arbeitszeiten. Direkt danach fragten ihn die Schüler, wie viel er verdient. Jeweils gab es klare Antworten.
Auf Nachfrage erzählte er, wo er wohnt, während er in Berlin ist. Er erzählte uns auch, dass, er kostenlos den öffentlichen Nahverkehr benutzen darf. Auch zu seinen Anfängen als Politiker wurde er befragt. Das fing schon in seiner Schullaufbahn an. Er und seine Klasse fanden, dass die Toiletten dringend saniert werden müssten. Nachdem sie sich beharrlich dafür einsetzten, gab es tatsächlich neue Toiletten. So merkte er, dass man als einzelne Person tatsächlich etwas verändern kann. Weiter ging es mit Themen, wie dem Angriffskrieg in der Ukraine, der Afd oder der Cannabislegalisierung.
Zum Abschied gab es noch für jeden eine Kleinigkeit und natürlich auch Beifall für den Politiker.
Geschrieben von Fabian, Mihnea und Samed, 9c
Politik hautnah gab es vergangene Woche für unsere Neuntklässler.
Bedrückender Bericht über die Judenverfolgung von Zeitzeugin Ruth Michel
Es gibt Themen, bei denen klassischer Schulunterricht an seine Grenzen stößt. Eines davon ist sicherlich die Entstehung und barbarische Umsetzung des Holocaust. Umso wertvoller sind die Berichte von Zeitzeugen wie Ruth Michel, die sich auf Anfrage unserer Geschichtsfachschaft bereit erklärte, den langen Weg von Leinfelden auf sich zu nehmen, um in Durmersheim ihren mahnenden Vortrag zu halten.
Die rüstige 95-Jährige erzählte auf der Bühne der Mensa die Geschichte ihrer Familie im damals polnischen Mikuliczyn. Rund 100 10.-Klässler*innen lauschten gespannt aber auch schockiert, ob der unfassbaren Gewaltspirale, der die Juden dieser Zeit ausgesetzt waren.
Frau Michel Bericht begann mit einer unbeschwerten Kindheit in den Waldkarpaten. Doch Satz für Satz konnten die Zuhörer*innen spüren, wie die Repressalien gegenüber der jüdischen Bevölkerung zunahmen, das Leben immer schwieriger und für die deutschen Besatzer immer weniger wert wurde. Das Ende ist bekannt: Ein groß angelegter Massenmord, dem Frauen, Männer, Kinder und Senioren gleichermaßen zum Opfer fielen.
Aus dem Mund der Überlebenden wurde dieses unwirkliche Szenario schockierend greifbar und niemand der Anwesenden wird diesen Vortrag jemals vergessen.
Im Anschluss stellten die Schüler*innen Fragen an Frau Michel, die sich gerne die Zeit nahm ausführlich zu antworten. Der rote Faden, der sich durch das anschließende Gespräch zog, fasst die Botschaft dieser Veranstaltung zusammen: So etwas könnte theoretisch wieder passieren. Und es ist unsere Aufgabe, dass sich die Geschichte niemals wiederholt.
Beeindruckende Worte einer beeindruckenden Frau.