Liebe Freunde des Indischen Regenbogen e. V.
Anfang Februar machte ich mich wieder auf den Weg, um die Mädchen, welche von den katholischen Fatima Schwestern und dem Indischen Regenbogen e. V. betreut werden, zu besuchen und den Fatima Schwestern das Geld hierfür zu übergeben.
Der erste Teil des Jahres 2026 ging zu den Foster home Mädchen in Bangalore Province.
Im November kommt dann der Rest.
Mumbai Flughafen. Es empfängt mich warme Luft mit dem Geruch von indischen Gewürze. Kaum angekommen und ich musste die deklarierten Barmittel angeben. Es wäre viel zu gefährlich dies bei dieser Summe (5 mal mehr als erlaubt). Zuerst zum Visacounter, dass ich einreisen kann und dann zum indischen Zoll. Die Männerhierarchie. Und dann kommt eine europäische Frau mit so viel Geld.
Danach wechselte ich noch 2.000 € damit ich eure/Ihre Patenkinder in den verschiedenen Häusern mit Süßigkeiten, Buntstiften, Henna zum Finger bemalen, Picknick, neuen Kleidern, und, un,d und ... verwöhnen kann.
Dies ist das Geld, welches durch die Zuwendungen in den Briefumschlägen mit den Karten an die Patenkinder zustande kam.
Nun hieß es warten auf den Weiterflug nach Bangalore. Wie immer mit Verspätung.
In Bangalore gelandet, wurde ich gleich von 2 Fatima Schwestern begrüßt und wir fuhren ins erste foster home Haus nach Kannurahalli. Auf dem Weg erfuhr ich leider, dass unsere Schwester Florence - Oberin District Bangalore - im Krankenhaus liegt. Somit war sie diesmal nicht meine Begleiterin sondern Schwester Vimela und Rupha. Beide stark erkältet.
Das foster home Kannurahalli beherbergt die 8 Mädchen aus Manipur. Wer sich erinnern kann. Das sind die Mädchen aus Nordostindien (Grenze zu Burma), wo heftige Kämpfe zwischen Christen und Kukis toben. Die Christen werden getötet. Die Frauen erst vergewaltigt und dann auf grausame Weise weggeschmissen. Sie werden ihrer Häuser und Ländereien enteignet. Diese Mädchen sind nicht mehr ganz so traurig wie letztes Jahr. Den Verlust ihrer Mütter werden sie nicht verschmerzen und ihre Väter kämpfen noch immer in Manipur.
Ein Mädchen ist Vollwaise und schließt nun die 10. Klasse ab. Sie hat so Heimweh nach der Familie, dass sie tatsächlich zu ihrer dort noch sesshaften Tante zurückgeht.
Von mir gab es aus Deutschland mitgebrachte Süßigkeiten, Geld für ein Picknick und noch 500 € (50.000/- IRs = Indische Rupien) für Nähmaschinen.
Diese Nähmaschinen werden nun tatsächlich nach Melghat (Manipur) gebracht. Dort sollen Nähschulen eröffnet werden, so dass die Frauen und Mädchen sich dort selbst versorgen können. Ich werde versuchen, so lange es die Spendengelder ermöglichen, diese Nähschulen zu finanzieren.
Am Abend ging es nach Hoskote. Jedes dieser 16 Mädchen hat seinem Paten ein Bild gemalt. Und selbstverständlich gab ich auch in jedem Haus die Post der Paten an die Kinder ab. Habe die Briefe vorgelesen, da die Kinder kein englisch lesen können bzw. manche Briefe musste ich auch erst noch übersetzen.

Nächste Woche reisen wir gemeinsam weiter ... Bis dahin alles Gute!
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