Indischer Regenbogen e. V.
Letzte Etappe Indienreise 2-2026, foster homes
Ramadurgam: Seit drei Jahren behaupte ich, dass es der schmutzigste Ort der Welt ist.Es bleibt dabei. Weiterhin keine Wasserleitungen. Alles fließt durch das Dorf. Wenn Strom, dann nur mit Autobatterien. Der ganze Abfall, inkl. Toilettengänge,, auf den Wegen.
Aber 16 ganz liebe und süße Mädchen, die auch ihren deutschen Dad vermissen.
Keine einzige Maus hatte hier jemals beide Eltern bevor sie von den Fatima Schwestern aufgenommen wurde.
Unser jüngstes Kind: 4. Kind der Familie im Krankenhaus geboren. Vater fragt den Arzt nach der Geburt nach dem Geschlecht. Antwort: Mädchen. Der Vater ging und man hat ihn nie wieder gesehen. Die Mutter erzieht vier Kinder allein. Und nun hat sie Krebs und muss sterben. Was für ein Schicksal. Und so sind es in Ramadurgam nur schlimme Schicksale. Als wir vor drei Jahren die Kinder von den Fatima Schwestern mit ihrem Background vorgestellt bekamen, weinten mein Mann und ich beide.
Auch hier muss noch über dem offenen Feuer gekocht werden. Die Köchin kommt jeden Tag 2 Stunden in das Kinderheim gelaufen. Später natürlich wieder zurück. Sie kocht hier, um Geld zu verdienen, da sie ihre 3 Enkelinnen versorgt. Ihre Tochter - also Mutter der Enkelinnen - verstarb bei der Geburt des 3. Kindes. Und nun liegt der Vater an Krebs erkrankt am Sterben.

Ich gab der Oma 50 € (natürlich in Rupien) für ein Fahrrad. Und hier kam mir dann mal gleich eine neue Idee bzw. ein neues Projekt in den Kopf.
Wir kaufen für jedes Haus min. 2 Fahrräder. Die Mädchen sollen Radfahren lernen. Dann können sie später einmal schon fahren und können längere Wege schneller zur Schule zurücklegen. Außerdem können sie dann Erledigungen für die Fatima Schwestern tätigen.
Ein Fahrrad kostet zwischen 50 - 70 €. Ich stellte die Idee ins Netz und sie kam gut an.
Ihr könnt gerne spenden. Es kann keinesfalls zu viele Fahrräder geben
Flugs ging es weiter. Kurzer Stopp in einem Haus mit 30 männlichen Halbwaisen. Hier gibt und wird es keine Patenschaften geben. Aber etwas Geld damit die Schwestern notwendige Dinge selbst kaufen können.
Wir müssen weiter. Kurz vor 17 Uhr kommen wir in unserem letzten Haus, nach 5 Stunden Fahrt, an. Auf dem Weg immer wieder Ü-Eier und Sprite ergattert.
Hier haben wir 32 Mädchen. Vielleicht erinnerst sich noch der ein oder anderen daran, dass wir hier vor 3 Jahren Schränke gekauft haben, da die Ratten den Kindern alles angefressen haben. Letztes Jahr gab es dann Regale. Dieses Jahr gibt es Kleider und Geld für Schulmaterial. Und natürlich - wie in allen Häusern - Geld für ein Picknick.
Übrigens haben von 11 Häusern schon 6 Häuser ihr Picknick eingelöst.
Pünktlich um 16.30 Uhr (MEZ 12.00 Uhr), der Zeitpunkt an dem meine verstorbene Patentante in der Urne auf dem Hauptfriedhof in Karlsruhe beigesetzt wird, haben drei Mädchen eine Schwester und ich für mein Tantchen das "ewige Licht" angezündet. Es war eine schöne Zeremonie. Übrigens war ich an dem Donnerstag als ich nach Indien flog morgens noch bei ihrer Trauerfeier. Um 14 Uhr ging es dann an den Flughafen für den Flug nach Indien.
Um 19.30 ging es nach Tänzen uns mit leerem Magen weiter Richtung Heimat Bangalore. 333 km und mindestens 6 Stunden Fahrt. Ich muss zurück. Morgen früh geht mein Flieger nach Mumbai. Wir waren insgesamt 19 Stunden unterwegs. Ich hatte 4 Stunden für Schlaf und Rucksack packen.
Pünktlich am Flughafen für den Flug nach Mumbai. Und auch das ist Indien: es sind alle an Bord. Da fliegen wir doch mal 20 Minuten früher los. Aber deshalb nicht mit weniger Geschwindigkeit. Es ist da oben wenig Verkehr und da landen wir auch mal gleich 30 Minuten eher. Worte des Piloten, nicht von mir.
Die Mission in Mumbai geht rasch. Geld für die Kinderheime für 2026 abgeben. Mein Besuch erfolgt im November 2026. Deshalb bleibe ich auch nur eine Nacht. In Andheri gibt es auch keine Kinder. Aber es kommt ein wichtiges Telefonat aus Malkapur, mitten im Teak-Urwald,bei den Tigern.
Hier bezahlen wir das Gehalt für 2 Lehrer. Ging bei Corona dann unter. Aber natürlich bezahlte ich das nun gleich wieder.
Hier eröffnen wir. Nun auch ein Frauenhaus. 4 ausgesetzte Frauen haben wir schon. Vorerst habe ich 250 € für Nahrungsmittel da gelassen. Nähmaschinen können wir von einem anderen Haus ab zwacken. Denn in jedem unserer Frauenhäuser gibt es Nähmaschinen vom IR damit die Frauen das Nähen erlernen und ich ggf. selbst versorgen können. Die Frauen lernen nun etwas Englisch, Mathematik und Haushalt. Das Programm läuft jeweils 2 Jahre. Danach werden sie auf eigene Füße gestellt.
Am 11. Februar kam dann mein Mann über das lange Faschingswochenende geflogen. Wir besuchten gemeinsam das Altersheim in Vasai und verbrachten eine schöne Zeit mit den Fatima Schwestern Omis - übrigens auch mit Eis schlotzen-bevor wir gemeinsam am Montagabend wieder heim flogen.
Von ganzem Herzen bedanke ich mich bei allen Spendern und Paten für die großartige Hilfe. Ich weiß, dass ich auf jeden einzelnen von Ihnen angewiesen bin.
Ihnen eine wunderschöne Osterzeit und ganz liebe Grüße auch von den Kindern Indiens und den Fatima Schwestern
Ihre
Alexandra Nowack
1. Vorstand Indischer Regenbogen e. V.
Sie können helfen.
Alle Kinder haben eine Chance verdient
apoBank. IBAN: DE 70 300 60 60 1 000 03 065, BIC: DAAEDEDDXXX
Kontakt: alex.nowack@web.de, Mobil 0178.811 19 57