Kommunale Fachkräfte erhalten
Schulung zur naturnahen Grünflächengestaltung
Vielfältig, naturnah und insektenfreundlich: Am Dienstag, 28. April 2026 nahmen rund 60 Vertreterinnen und Vertreter der für 2026 ausgewählten "Natur nah dran"-Kommunen an einer Schulung im Rahmen des NABU-Projektes in Durmersheim teil. Die Teilnehmenden erhielten viele Anregungen und Tipps, wie sie im Siedlungsraum artenreiche Lebensräume für Wildbienen, Distelfinken und Schwalbenschwänze schaffen. Sie besuchten bereits naturnah umgestaltete Wildstaudenflächen und Wildblumenwiesen, die die Gemeinde Durmersheim 2024 mit "Natur nah dran" angelegt hatte.
Bürgermeister
Klaus Eckert begrüßte die Teilnehmenden in Durmersheim: "Wir haben als Natur
nah dran-Kommune 2024 Flächen mit unterschiedlichen Methoden naturnah
umgestaltet. Manche blühten deshalb schon im ersten Jahr bunt und zogen viele
Insekten an, während andere mehr Zeit benötigten. Wichtig war uns, von Anfang
an die Bevölkerung miteinzubeziehen, etwa über ein Gemeinschaftsprojekt mit
Schulen, bei dem die Schülerinnen und Schüler bunte Steckschilder für die
Grünflächen gestaltete. Die Schaffung artenreicher Gemeinden ist eine
Zukunftsaufgabe, die wir nur gemeinsam schaffen können. Es freut mich sehr,
dass Durmersheim als Gastgeber dieser Auftaktveranstaltung einen Beitrag zur
Vernetzung und zum fachlichen Austausch leistet. Wir geben gerne unsere Erfahrungen
mit naturnahem Grün an andere Kommunen weiter."
Praxiswissen aus Durmersheim:
Von Erfahrungen profitieren
Die
Schulung beinhaltete theoretische Grundlagen zur naturnahen Umgestaltung von
innerörtlichen Flächen sowie eine Exkursion zu bereits erfolgreich umgesetzten
Standorten in Durmersheim. Dabei gab Carsten Leibold, Ortsbaumeister der
Gemeinde Durmersheim, seine Erfahrungen mit der Anlage von naturnahem Grün
weiter. In der Gemeinde wurden 2024 im Rahmen
von "Natur nah dran" auf vier Flächen etwa 430 Quadratmeter artenreicher Wildstauden- und
Blumenflächen angelegt. Diese liegen am Alten Friedhof, am Rathaus sowie auf
dem Kreisverkehr am nördlichen Ortsrand. Momentan blühen dort noch Frühblüher wie Wildtulpen und Narzissen, während die Blattrosetten von Wildstauden
wie Wiesensalbei und Natternkopf in den Startlöchern stehen.
Nachhaltige
Flächengestaltung: Gut für Artenvielfalt und Bauhöfe
"Hier
in Durmersheim sind wertvolle Wildpflanzenflächen entstanden, die sich im Laufe
der Zeit immer weiter entwickeln werden. Für die Insekten zählt jeder
Quadratmeter", sagt NABU-Projektleiter Martin Klatt. Außerdem betonte er die
Vorteile naturnaher Flächen: "Sie bieten nicht nur Lebensräume für Wildbienen,
Schmetterlinge und andere Arten, sondern reduzieren mittelfristig auch den
Pflegeaufwand für Bauhöfe - wenn standortgerechte, mehrjährige Pflanzenarten
verwendet und richtig gepflegt werden. Genau hier setzt das Projekt an."
Teilnehmende Kommunen 2026
An der diesjährigen Schulung nahmen Mitarbeitende der Stadtverwaltungen,
Bauhöfe und Stadtgärtnereien folgender Kommunen teil: Abstatt, Albstadt, Altensteig, Bad
Säckingen, Breisach am Rhein, Igersheim, Ilvesheim, Jagstzell, Külsheim, Leimen,
Marxzell, Mauer, Neuenbürg, Nußloch, Weinheim.