
Bürgermeister Klaus Eckert: "Nahwärme in
Durmersheim hat weiterhin eine Zukunft"
Die Gemeinde Durmersheim, die Stadtwerke Rastatt GmbH und der Landkreis
Rastatt setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Nahwärmeversorgung in
Durmersheim fort. Nachdem der Durmersheimer Gemeinderat einstimmig mit 22
Ja-Stimmen beschlossen hat, den bestehenden Kooperationsvertrag zum Betrieb der
Nahwärmeversorgung in Durmersheims nochmals zu verlängern, haben die drei
Parteien dieser Tage die zweite Nachtragsvereinbarung zum Kooperationsvertrag
vom August 2020 im Rahmen eines gemeinsamen Termins im Landratsamt Rastatt unterzeichnet.
Zur Wärmeversorgung des sich in Trägerschaft des Landkreises Rastatt
befindlichen Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums wurde bereits 1974 gemeinsam eine
Heizzentrale zur Versorgung des Gymnasiums inklusive Sporthalle errichtet. Mit
den vorwiegend in den 1990er bis 2010er-Jahren entstandenen Neubaugebieten
Tiefgestaden II und III in Würmersheim bildete sich das Nahwärmenetz in der
Breite aus. Neben öffentlichen Gebäuden wie der Kinderkrippe Villa Sonnenschein
sind über 150 Abnehmerinnen und Abnehmer an das Nahwärmenetz angeschlossen. Seit
Oktober 2020 liegt die kaufmännische und technische Betriebsführerschaft bei der
Stadtwerke Rastatt GmbH.
Durmersheims Bürgermeister Klaus Eckert begrüßt die Fortsetzung der
Kooperation ausdrücklich: "Die Nahwärme in Durmersheim hat damit weiterhin eine
Zukunft. Mit der Verlängerung der Zusammenarbeit sichern wir nicht nur einen
zuverlässigen Betrieb, sondern schaffen auch die notwendige Planungssicherheit für
den weiteren Betrieb der Heizzentrale und des Nahwärmenetzes und die dort dringend
anstehenden Sanierungen in den kommenden Jahren."
So sollen in den nächsten Monaten und Jahren das neue Feuerwehrgerätehaus
in Nähe zur Heizzentrale sowie die Wohnanlage Würmersheimer Straße mit über 250
Wohneinheiten, umgangssprachlich als Little Manhattan bezeichnet, angeschlossen
werden. Auch hierfür ist eine Erneuerung und Erweiterung der Heizzentrale
geplant. Zudem steht die Sanierung der 20 Jahre-alten Leitungen in die
Baugebiete an.
Mit der Erweiterung der Energieerzeugungsanlagen von der bisherigen Holzheizung
auf zukünftig Holzheizung, Wärmepumpe, Blockheizkraftwerk und PV-Anlage auf dem
Dach der Heizzentrale mache man sich zudem unabhängiger von einer bestimmten
Energieerzeugungsform und damit unabhängiger von Preissteigerungen einzelner
Erzeugungsformen durch Kriege, CO2-Bepreisungen etc., betont die Gemeinde in
einer Pressemitteilung. Während der Heizperiode wird künftig dauerhaft eine
mobile Wärmeerzeugungsanlage an der Heizzentrale vorgehalten und über diese
Redundanz eine zuverlässige Wärmeversorgung auch in Ausnahmesituationen gewährleistet.
Für die Stadtwerke Rastatt unterstreicht Geschäftsführer Olaf Kaspryk die
Bedeutung der Partnerschaft: "Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der
Gemeinde Durmersheim und dem Landkreis Rastatt hat sich in den vergangenen
Jahren bewährt. Wir freuen uns, die Betriebsführung weiterhin innezuhaben und
unsere Betreiberkompetenz für eine sichere und effiziente Wärmeversorgung
einzubringen."
Martin Meier, der Leiter Gebäudewirtschaft des Landratsamts Rastatt, hebt
insbesondere die Bedeutung der Versorgungssicherheit für das kreiseigene
Gymnasium hervor. Angesichts des Klimawandels soll die bestehende
Wärmeversorgung der Schule um eine Kältelieferung für heiße Tage im Sommer ergänzt
werden.
