Realisierung der sieben Windenergieanlagen in Durmersheim rückt deutlich näher
Die Gemeinde Durmersheim und der Windkraftbetreiber
Alterric haben einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Errichtung des
Windprojekts Durmersheim erreicht: Alle sieben geplanten Windenergieanlagen
haben in der aktuellen Ausschreibung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
einen Zuschlag erhalten. Damit ist ein wesentlicher wirtschaftlicher
Meilenstein für die Umsetzung des Projekts erreicht, machen Bürgermeister Klaus
Eckert und Raphael Bezold, der federführende Projektentwickler der Firma Alterric
für das Durmersheimer Windprojekt, deutlich.
"Der Zuschlag ist eine hervorragende Nachricht für
Durmersheim", freut sich Bürgermeister Klaus Eckert. "Nach der geplanten
schwimmenden Photovoltaikanlage auf dem Stürmlinger See und dem Ausbau unseres
Nahwärmenetzes bildet die Windenergie den dritten Baustein unserer kommunalen
Energiewende."
Die Bundesnetzagentur hat am 25. Juni 2026 die
Zuschläge der Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land veröffentlicht.
Insgesamt war die Ausschreibung zweieinhalbfach überzeichnet. Von den 628
eingereichten Geboten mit einem Volumen von 6.409 MW konnte die
Bundesnetzagentur 270 Gebote mit einem Umfang von 2.499 MW einen Zuschlag
erteilen. Neben den sieben Geboten für das Durmersheimer Windenergieprojekt ist
in ganz Baden-Württemberg mit einem Windrad im Landkreis Schwäbisch-Hall
lediglich ein weiteres Windrad in Baden-Württemberg bezuschlagt worden.
Die sieben 6,8 MW-Windenergieanlagen werden künftig
sauberen Strom für mehr als 50.000 Menschen erzeugen - das entspricht dem
Bedarf von rund viermal so vielen Menschen, wie in Durmersheim leben. Gemeinsam
mit der geplanten schwimmenden Solaranlage werden künftig rund 60 Megawatt
erneuerbare Erzeugungsleistung in Durmersheim zur Verfügung stehen.
Mit dem nun erfolgten Zuschlag im Rahmen der
EEG-Ausschreibung sind die Voraussetzungen für die weitere Umsetzung des
Projekts entscheidend verbessert. Nach aktuellen Planungen des
Windkraftbetreibers soll im Winter 2026/2027 mit den ersten Maßnahmen begonnen
werden. Die Inbetriebnahme der sieben Windräder ist für Ende 2028 geplant.
Für Bürgermeister Klaus Eckert ist das Projekt nicht
nur klimapolitisch, sondern auch wirtschaftlich von großer Bedeutung: "Eine
sichere Versorgung mit erneuerbarer Energie wird zunehmend zu einem
entscheidenden Standortfaktor für den Industriestandort Baden-Württemberg und
Mittelbaden. Mit dem Ausbau der Windenergie stärkt Durmersheim seine
Zukunftsfähigkeit und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz und zur regionalen Energieversorgung."
Der Windpark entsteht auf kommunalen Waldflächen
innerhalb eines im Regionalplan ausgewiesenen Windvorranggebiets. Im Januar
2026 hatte das Landratsamt Rastatt nach nur acht Monaten die
immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb der
sieben Windenergieanlagen in Durmersheim erteilt. Dem Projekt ging ein
mehrjähriger Planungs- und Beteiligungsprozess voraus. Neben mehreren
Bürgerinformationsveranstaltungen wurde im Rahmen des Forums Energiedialog des
Landes Baden-Württemberg auch ein Beteiligungsverfahren mit zufällig
ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt. Sämtliche öffentlichen
Beschlüsse des Gemeinderats zum Windpark wurden fraktionsübergreifend
einstimmig gefasst.