Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium
Höchstens 15 Seiten dürfe
man schreiben, so der Ausschreibungstext des diesjährigen Landeswettbewerbs
Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg. Allein das könnte schon
vielen komisch anmuten, wo die Jugendlichen doch heute angeblich nur noch ständig
im Internet surfen, kaum noch Bücher lesen und bestimmt nicht selbst Texte
verfassen wollen. Umso erfreulicher, dass es immer wieder Oberstufenschüler
gibt, die die Wettbewerbsthemen dieses Wettbewerbs anspricht und sie auch
außerhalb des Unterrichts zum Schreiben anregt. Dabei kann es sich um verschiedenste
Textsorten handeln; es geht um die Auseinandersetzung mit der deutschen
Literatur, der Geschichte und aktuellen Entwicklung der deutschen Sprache, aber
auch um die kreative Gestaltung eigener Wahrnehmungen, Beobachtungen und Ideen.
Luise Schäfer,
Abiturientin 2017 am WHG, konnte Ende Juli einen Landespreis im Kloster
Schöntal in Empfang nehmen und wurde am Dienstag, 25.07. im Rahmen einer
schulischen Feierstunde auch noch von Schulleiter Thomas Dornblüth geehrt. Ihr
Wettbewerbsbeitrag ist auf der Schulhomepage zu finden
(
www.whg-durmersheim.de).
5 Fragen an Luise
Schäfer, Abiturientin 2017 am
WHG Durmersheim und Gewinnerin eines Landespreises beim 27. Landeswettbewerb
Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg
Welches Thema haben Sie gewählt?
Thema 5: "Verwirrt" - Gestalten
Sie eine Situation.
Aus welchen Gründen fanden Sie es interessant?
Das Thema lässt relativ viel
Spielraum. Den Begriff "Verwirrt" ist sehr vielfältig und fantasieanregend und
ich denke, jeder findet in seinem Leben mehrere Situationen, die er schon
selbst erlebt hat und die sehr gut zu dem Titel "Verwirrt" passen würden.
In welchen Schritten sind Sie bei der Erstellung Ihres
Wettbewerbbeitrags vorgegangen?
Ich habe über längere Zeit
nachgedacht und den Begriff "Verwirrt" ständig im Hinterkopf behalten, gedreht
und gewendet, auseinandergenommen und mir unterschiedlichste Situationen
ausgemalt. Die ganze Zeit über jedoch war ich noch relativ unentschlossen und
wollte die Situation noch nicht so gerne festlegen. Meinen Text habe ich
schließlich in einer hoch konzentrierten Phase von wenigen Stunden am Tag vor
dem Abgabetermin verfasst.
Welche Eindrücke konnten Sie auf dem Seminar im Kloster Schöntal
gewinnen, das für die Gewinner veranstaltet wurde?
Das Seminar im Kloster Schöntal
hat meine bisherige Haltung zum Schreiben und zur Literatur bestätigt und mich zudem
bekräftigt, noch mehr ins Schreiben zu investieren und weiterzumachen.
Besonders in den Workshops
"Blicke und Worte" und "Worte und Bilder" bei Dr. Wolfgang Spreckelsen erlangte
ich wertvolle Inspiration, die mich entscheidend weitergebracht hat. Die hier
gezeigte Vorgehensweise passt genau zu meiner Art zu schreiben und zeigt sie
als eine Herangehensweise, die ich bisher unbewusst immer angewandt habe, aber
nie wirklich benennen konnte. Bisher habe ich einfach geschrieben, aber jetzt
weiß ich auch, was ich da eigentlich mache.
Sehr fördernd waren auch die
Begegnung und der Austausch mit den anderen Preisträgern, Gleichgesinnten, die
ähnlich denken und fühlen wie ich, aber doch jeder auf seine eigene
einzigartige Weise. Dies ist auch unheimlich inspirierend und anregend für die
eigene schriftstellerische Weiterentwicklung.
Schüler finden Hausaufgaben, bei denen man etwas länger schreiben muss,
oft doof. Was meinen Sie dazu?/Was raten Sie?
Sich darauf einzulassen, anstatt
es aus Prinzip "doof" zu finden.
Manche Hausaufgaben oder Themen,
über die man schreiben soll, sind allerdings wirklich blöd gestellt und wenn man
sich mit einer Aufgabe partout nicht anfreunden kann, finde ich, dass es
reicht, so viel zu schreiben, wie einem einfällt, anstatt sich damit zu quälen.
Man sollte nur etwas schreiben, was auch geschrieben werden will. Mehr will
sowieso niemand lesen.
(Susanne Treiber)
V.l.n.r.: Die Preisträgerin Luise Schäfer und Herr Hans-Dieter Bunger, der Leiter des Landeswettbewerbs Deutsche Sprache und Literatur bei der Preisverleihung im Kloster Schöntal (Foto: Gerhard Thorn)
Spielerischer Abschluss
des Schuljahres in der Sporthalle
Der Regen hatte den Planungen für
einen Sporttag draußen leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür
gab es am Dienstag vor den großen Ferien Spiel und Spaß in der Sporthalle. In
äußerst kreativen Wettkampfdisziplinen versuchten die Klassen, möglichst viele
Punkte zu erlangen. Und auch die Vorbereitungsklasse für Flüchtlinge machte
mit. Vom klassischen Sackhüpfen über einen Riechtest, Gummibärchenschätzen und
Wettankleiden bis hin zum "Schubkarrenspezialrennen" (siehe Bild) gab es
vielfältige Aufgaben zu erledigen. Organisiert hatten dies alles die
Sportlehrerinnen Katharina Metzger und Fabienne Wrobel und natürlich half die
gesamte Fachschaft Sport tatkräftig mit.
Für die Oberstufe hatte
Sportlehrer Jörg Dahnaci eigentlich ein Beachvolleyballturnier geplant; nun
wurde es kurzfristig zu einem Hallenvolleyballturnier. Die Lehrermannschaft
schlug sich wacker gegen die geballte Kraft der Jugend und kam auf den zweiten
Platz.
(Susanne Treiber)