"Im Maien" oder "Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus" oder "Wanderlust" sind nur drei von vielen bekannten Volksliedern. Die sollten wir jetzt singen, wenn wir den Wanderstock schwingen.
Nach dem Abschied vom Weisenbacher Jugendchor ging das Mitsingen für mich weiter, denn ab der fünften Klasse war ich Schüler in der Realschule Gernsbach. Jedes Jahr hatten wir eine Schul-Disco und ich fand mich wieder als "Headbanger Unplugged". Als "I can' get no satisfaction" von den "Rolling Stones" erklang habe ich mit vollem Körpereinsatz mitgetanzt und mitgesungen. Mein damaliger Klassenlehrer Klaus Sieb sah das nicht so positiv, wie ich mit langem Hemd über der Hose durch die Gernsbacher Realschule ging.
Im Schallplatten-Laden vom Radio Oberstätter erstand ich dann auch die ersten LPs, u.a. von Harry Belafonte "Blues and Worksongs", 1977 veröffentlicht, und die legendären Doppel-Alben der "Blues-Selection" 1 bis 3 und konnte damit meinen musikalischen Horizont erweitern. Frank Zappa, die Folksänger Pete Seeger, Cisco Houston und Woody Guthrie sowie "Deep Purple" waren meine musikalischen Leitbilder. Bei den deutschen Sängern lernte ich Reinhard Mey, Franz Josef Degenhardt, Konstantin Wecker und das Duo "Zupfgeigenhansel" kennen. Und bei der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken - in Gernsbach - lernte ich auch die Lieder von Hannes Wader schätzen, worauf ich auch heute noch sehr stolz bin. Solche Stücke wie "Die Moorsoldaten", "Dem Morgenrot entgegen" oder "Auf, auf zum Kampf" sollten für mich, als späteren "Schichtarbeiter und Malocher" schon prägend sein.
Vom Chorsingen war damals in der Realschulzeit weit und breit bei mir keine Spur zu erkennen. Durch lästiges Flötenspielen wurden wir durch unsere Musiklehrer Keilhauer und Sieb vom Singen eher weggebracht. Das Mitsingen war allerdings immer mein Fall, meine Philipps-Stereoanlage (erworben vom Kommunions-Geld) erlaubte es mir LPs und MCs anzuhören. Im anschließenden einjährigen kaufmännischen Berufskolleg an der HLA Gernsbach (die leider geschlossen werden soll) gab es keinen Musikunterricht. Das einzig rhythmisch klingende Fach war das Schreibmaschinen-Schreiben (168 Anschläge pro Minute in der Prüfung).
Erzählt Eure Geschichte "Wie kam ich zur Harmonie!"
Ich freue mich auf eure Berichte!
Infos zu den Harmonie-Chören gibt es auf www.harmonie-durmersheim.de
Es gibt nicht nur ein Geburtstagskind
Alles Gute zum Geburtstag wünschen wir Peter Schrägle und Werner Haitz, Letzterer feierte sogar einen runden Jubeltag. Beiden wünschen wir Gesundheit, Glück und Erfolg und natürlich noch viele tolle Harmonie-Sängerjahre.

Soul and More in Aktion in einem Nachbarort
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