Obst- und Gartenbauverein Würmersheim
Bienenfreundliche Blühstreifen eingesät
Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß am Würmersheimer Friedhof und dem Radweg Richtung Elchesheim-Illingen unterwegs ist, sieht sie schon aus der Entfernung: Unser zweiter Vorstand Ewald Bader, stellte vergangene Woche die Hinweisschilder an den Blühstreifen auf.
Die von den Bauhofmitarbeitern fachgerecht vorbereiteten Flächen sind eingesät und nun können die Blumensamen bei günstiger Witterung keimen. Ab Mitte Juni erwarten wir die ersten Blüten.
Da wir die Blühstreifen regelmäßig kontrollieren und die Gemeindearbeiter die Flächen regelmäßig mähen, haben wir eine große Bitte: Sollten Hunde ihr Geschäft auf den Flächen verrichten, nehmen Sie doch bitte die Hinterlassenschaften Ihres Hundes mit. Hundetütenspender sind in der Gemeinde zahlreich vorhanden. Dann macht die Pflege der Flächen mehr Freude!
Gartentipps der Woche
Baumscheiben
frei halten
Halten Sie
Baumscheiben durch Hacken (nicht zu tief, um keine Wurzeln zu
verletzen) und ggf. auch durch Abdeckung mit organischen
Materialien (z. B. Grasschnitt, Kompost) unkrautfrei. Dadurch haben
Sie gleichzeitig eine langsam fließende Nährstoffquelle
ausgebracht.
Tulpen- und
Narzissenlaub nicht zu früh entfernen
Auch wenn es
Ihren Ordnungssinn stört - die Stängel und Blätter von Tulpen und
Narzissen müssen nach der Blüte so lange stehen bleiben, bis sie
eingezogen haben, das heißt vergilbt sind. Nur so können die
Pflanzen Nährstoffe in ihre Speicherorgane - die Zwiebeln -
einlagern, um genügend Reserven für Austrieb und Blüte im nächsten
Jahr zu haben. Eine Düngung mit Hornmehl kräftigt zudem auf
natürliche Weise.
Schneckenverstecke
Unter den
Polstern von Steingartenpflanzen und zwischen Stauden verkriechen
sich gerne Schnecken. Daher sollten Sie ab und zu auch dort
kontrollieren und sie dort absammeln.
Sommerblumen
pflanzen
Ab Mitte Mai
können die empfindlichen Sommerblumen für Kübel, Kästen und Beete
ins Freiland gepflanzt werden. Dazu gehören: Leberbalsam
(Ageratum), Fuchsschwanz (Amaranthus), Ochsenzunge (Anchusa),
Löwenmaul (Antirrhinum), Bärenohr (Arctotis), Spinnenpflanze
(Cleome), Schmuckkörbchen (Cosmos), Mittagsgold (Gazania),
Männertreu (Lobelia), Levkoje (Matthiola), Gauklerblume (Mimulus),
Ziertabak (Nicotiana), Petunie (Petunia), Buntnessel
(Plectranthus), Feuersalbei (Salvia), Studentenblume (Tagetes),
Verbenen (Verbena), Zinnie (Zinnia).
Rasenaussaat
Jetzt werden
Wiesen und Rasenflächen gesät. Wer keinen sterilen Rasen mag, aber
trotzdem nicht auf die Liegewiese verzichten möchte, sollte es mal
mit einer Scherrasenmischung mit Kräutern versuchen (für
Sandboden/für Lehmboden). Bestehende Rasenflächen können mit den
Staudenpaketen für Blumenrasen mit Kräutern angereichert werden.
Waldmeister
rechtzeitig schneiden
Vergessen
Sie nicht vor Ende April (also vor der Blüte) noch Waldmeister für
die Bowle zu schneiden. Aber nicht zu viel und nicht nach Ende
April, denn das Cumarin der Waldmeistertriebe wirkt in großen
Mengen giftig.
Gemüseaussaaten
Diesen Monat
können folgende Gemüsearten im Freiland ausgesät werden: Chicorée,
Löwenzahn, Radicchio, Möhren, Petersilie, Buschbohnen,
Stangenbohnen, Feuerbohnen, Kürbis, Gurke, Zuckermais, Markerbse,
Zuckererbse, Spargelerbse. Auch Radieschen und Rettich. Bei diesen
beiden Arten sollten Sie auf schossfeste Sommersorten achten.
Erbsen, Bohnen und Mais sollten vor der Aussaat eine Stunde in
lauwarmem Wasser vorquellen. Das beschleunigt das Keimen.
Kulturschutznetze
Kulturschutznetze
verringern den Befall durch Schädlinge wie z. B. Kohlweißlinge. Das
funktioniert aber nur bei der entsprechenden Maschenweite der
Netze. Welche Schädlinge und Nützlinge im Garten beobachtet oder
bekämpft werden müssen, erklären die Bücher Nützlinge im Garten und
Mein gesunder Gemüsegarten.
Winterpostelein
Winterpostelein
(Gewöhnliches Tellerkraut, Winterportulak, Claytonia perfoliata)
ergibt nicht nur einen schmackhaften Salat, sondern lässt sich
zusammen mit Apfelstücken und Zwiebeln auch zu einem butterzarten
Spinat dünsten. Vor dem Servieren wird das Gemüse mit Pfeffer,
Salz, Muskat und ein wenig Honig abgeschmeckt. Winterpostelein
lässt sich im Garten leicht ansiedeln und verwildert an
halbschattigen Ecken auf geeigneten Böden (z. B. humoser Sandboden)
durch Selbstaussaat.
Stroh
zwischen Erdbeeren
Das Einlegen
von Stroh zwischen den Erdbeerreihen nach der Blüte verhindert ein
Verschmutzen der Früchte und einen Befall mit bodenbürtigen Pilzen.
Obstbäume
durch Rindenpfropfen vermehren
Wenn die
Rinde löst, ist der richtige Zeitpunkt, Obstbäume durch
Rindenpfropfen zu veredeln. Wichtig ist, dass die Edelreiser
gesund, glatt und straff sind. Das Gewebe muss grün sein, die
Knospen dürfen noch nicht angetrieben haben. Achten Sie beim Binden
darauf, dass das Edelreis fest angedrückt wird und nicht
verrutschen kann und verstreichen Sie anschließend alle
Schnittstellen mit Veredlungswachs.
Leimringe
entfernen
Leimringe,
die Sie im Herbst zur Bekämpfung des Frostspanners an den Stämmen
Ihrer Obstbäume angebracht haben, müssen Sie jetzt entfernen, bevor
der Leim durch das Papier durchschlägt und die Rinde verschmutzt.
Erdbeerneupflanzungen
Neupflanzungen
mit starken Frigopflanzen sind jetzt noch möglich. Bei frühem
Pflanztermin kann in diesem Jahr noch eine kleine Ernte erfolgen,
die zumindest zum Verkosten reicht.
Rasen
Schnitthöhe
bei Rasen
Ab Mai wird
der Rasen wieder mit Muskelkraft, Strom oder Benzinantrieb (sehr
zur Freude der Nachbarn ohne Rasen!) gemäht. Besonders bei
moosreichen Rasen sollten Sie nicht zu tief mähen (nicht unter 5
cm), denn das fördert die Ausbreitung der Moose.
Überwinterte
Wasserpflanzen ausräumen
Sollten Sie
nach dem Aufstellen des Maibaumes noch Lust auf eine angenehme
Beschäftigung im Garten haben, holen Sie die Seerosen und andere in
Gefäßen überwinterte Wasserpflanzen aus dem Winterquartier, um sie
in den Gartenteich zu setzen. Voraussetzung ist, dass sich das
Wasser schon gut erwärmt hat.
Fische
füttern
Füttern Sie
die Fische im Gartenteich erst wieder, wenn die Temperaturen
steigen. Wenn der Teich üppig bewachsen ist, können Sie auf das
Füttern ganz verzichten. Wichtig zu wissen: Teichfische nehmen bei
Wassertemperaturen unter 10 °C kein Teichfutter auf.
Pflanzenschutz
Auf
Feuerbrandbefall kontrollieren
Achten Sie
bei Kernobst wie Apfel, Birne und Quitte ab jetzt verstärkt auf
Feuerbrandbefall (spazierstockförmige Krümmung der Triebspitzen,
eventuell bernsteinfarbene und stecknadelkopfgroße Schleimtropfen).
Auch Wirtspflanzen wie Zwergmispel (Cotoneaster), Feuerdorn
(Pyracantha), Weißdorn (Crataegus) und Vogelbeere (Sorbus) sollten
kontrolliert werden. Bei Befall schneiden Sie Kernobst ins gesunde
Holz zurück, stark befallene Zierpflanzen sollten Sie komplett
roden und verbrennen. Unbedingt auch an das Desinfizieren der
Schnittwerkzeuge mit 70%-igem Alkohol denken.
Ihr direkter Kontakt zu uns
Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Familienmitgliedschaft für nur 18 Euro im Jahr. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an info@ogv-wuermersheim.de oder rufen uns unter 07245/8047800 an.