Begehung der Hardtwald-Batterie zwischen Ettlingen und Rheinstetten
Am Sonntag, 3. April, findet
mit Unterstützung der Badischen Heimat um 10:00 Uhr eine Begehung der schweren
Stellungsbatterie 217 (Hardtwald-Batterie) im Hardtwald südlich von Karlsruhe
statt.
Die sogenannte
"Hardtwald-Batterie" mit drei 17-cm-Geschützen entstand ab 1938 im Rahmen
des Ausbaus der Westbefestigungen und war die nördlichste der Marine-Batterien
am Oberrhein. Diese waren zwischen Karlsruhe und Weil am Rhein nach Abgaben der
Kriegsmarine an das Heer an verschiedenen Stellen errichtet worden, um
ausgesuchte Ziele im Elsass mit weitreichendem schweren Artilleriefeuer unter
Beschuss nehmen zu können.
Dort im Hardtwald sind zwei der
drei Regelbauten 30 (Geschützstand für 17-cm-Kanone, Baustärke A) erhalten
geblieben. An ihnen lassen sich zahlreiche Spuren der Umbaumaßnahmen der
Rearmierungsphase ab Herbst 1944 ablesen, als versucht wurde, die alten Bunker
auf neue Waffen umzurüsten. Tarnmaßnahmen, die der Einbau der Bauwerke in dem
ausgedehnten Waldgebiet erforderte, können sowohl an den Geschütz - als auch an
den Mannschaftsunterständen erkannt werden. So ist diese Batterie ein
geeigneter Ort, um auf die Besonderheiten dieser Batterie im Einzelnen aber
auch der Marinebatterie im Gesamten einzugehen. Unter sachkundiger Führung
durch die Autoren des Buches "Die Marinegeschütze des Westwalls am Oberrhein"
Sascha Kuhnert und Friedrich Wein können an diesem Tag die "wie gestrandete
Wale" im Wald liegenden Bauwerke besichtigt werden.
Treffpunkt ist am Bahnhof
Forchheim, Bahnhofstr. 2 in Rheinstetten (Silberstreifen). Gutes Schuhwerk und
passende Kleidung wird empfohlen. Weitere Informationen unter Telefon 07222/381-3581.
Die sogenannte „Hardtwald-Batterie" mit drei 17-cm-Geschützen entstand ab 1938 im Rahmen des Ausbaus der Westbefestigungen und war die nördlichste der Marine-Batterien am Oberrhein. (Foto: Friedrich Wein)