Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis Rastatt sind sich einig. Der Jugendschutz bei Festen und Veranstaltungen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle angeht. Deshalb unterzeichneten sie die Neuauflage der "Gemeinsamen Erklärung der Oberbürgermeister und Bürgermeister im Landkreis Rastatt". Die erneute Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung wurde notwendig, nachdem von den ursprünglichen Unterzeichnern nur noch wenige Bürgermeister im Amt sind. Dadurch war die Erklärung aus dem Jahr 2010 nicht mehr überall präsent. Sie zielt darauf ab, dass bei Vermietung oder Überlassung von gemeindeeigenen Hallen und Veranstaltungsstätten die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes von den Veranstaltern umgesetzt wird. Dies gilt auch für gemeindeeigene Veranstaltungen.
"Wir sind froh darüber, dass wir mit unseren Maßnahmen zur Alkoholprävention in den vergangenen Jahren einen deutlichen Rückgang an alkoholbedingten Einlieferungen von Kindern und Jugendlichen in Krankenhäuser verzeichnen können. Darüber hinaus haben diese Maßnahmen ebenfalls zu einer Beruhigung der öffentlichen Feste und Umzüge beigetragen haben", berichtet Jürgen Ernst, Sozialdezernent des Landkreises Rastatt.
Mit der neuerlichen Unterzeichnung zeigen die Städte und Gemeinden im Landkreis Rastatt, dass Alkoholprävention und Jugendschutz keine Eintagsfliege darstellen, sondern nach wie vor ein wichtiges Anliegen bleiben. Sie wurde erstmalig im Jahr 2010 von allen Oberbürgermeistern und Bürgermeistern unterschrieben, um das HaLT-Projekt (Hart am Limit) - ein Projekt zur Verhinderung des Alkoholmissbrauchs durch Kinder und Jugendliche - vonseiten der Städte und Gemeinden zu unterstützen.
Die Erklärung stellt neben dem Projekt HaLT und dem Zertifikat zum jugendfreundlichen Verein einen wichtigen Baustein der Alkoholprävention im Landkreis Rastatt dar. Durch die Maßnahmen wurde ein tragfähiges Netzwerk gebildet, in dem Städte und Gemeinden, Fachstelle Sucht, Polizei, offene Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Landratsamt Rastatt und Hauptamtliche sowie Ehrenamtliche in Vereinen zusammenarbeiten und bei der Alkoholprävention an einem Strang ziehen. Die vernetzte Zusammenarbeit aller Beteiligten zeigt gute Ergebnisse und soll deshalb weitergeführt werden, teilt das Landratsamt mit.
Landratsamt Rastatt, Kommunale Suchtbeauftragte, Gudrun Pelzer, Tel. 07222/381-2114,
E-Mail: g.pelzer@landkreis-rastatt.de
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